10 WEEKS CHALLENGE – Update 1

WAS BISHER GESCHAH…

Von Juni bis August 2019 fand die 10 WEEKS CHALLENGE statt. Mit jedem KISSYO im Becher und am Stiel, das in diesem Zeitraum gekauft wurde, wurde der der Bau einer Manufaktur für Frauen in Togo ermöglicht, der durch die Weiterverarbeitung und Veredelung von landwirtschaftlichen Produkten die Einkommenssituation der Frauen verbessert. Alle Infos zum Projekt findest du in unserem Artikel DIE 10 WEEKS CHALLENGE”.

UPDATES VON DER BAUSTELLE

 
17. Juli 2019

Die ersten Planungen sind abgeschlossen und die Frauenkooperative von Kotokopé wurde gegründet. Das Ziel der Frauen ist es, in der Manufaktur eine Marke zu schaffen, die für die Reinheit der Produkte und den hygienisch korrekten Umgang im Anbau, in der Produktion und in der Weiterverarbeitung steht.

Dafür ist vor allem der Bau eines Brunnens notwendig. Im Moment wird durch verschiedene Methoden der richtige Standort des Brunnens gesucht. Zeitgleich kümmert sich das Team um Bauingenieur Kossi um die Planung und den Bau der Manufaktur.

23. Juli 2019

Damit in der Manufaktur etwas produziert werden kann, ist Wasser essentiell. Man benötigt es zum Waschen und Reinigen, zum Kochen, als Zutat und natürlich auch zum Trinken. In Kotokopé ist es allerdings nicht so einfach, Wasser zu beschaffen. Das Grundwasser liegt sehr tief und ist nur schwer zu erreichen, weil viele Felsen und Steine unter der Erde liegen. Um einen Brunnen zu bauen, muss mindestens 200 m tief gebohrt werden. Dazu braucht man eine Spezialfirma, sodass die Bohrung einen Großteil des Budgets verschlingt.

Zeitgleich geht es mit der Planung der Produktionsstätte weiter. Eine Herausforderung ist die Be- und Entlüftung des Gebäudes, denn es kann zu Temperaturen von über 60 °C kommen, wenn in der Produktionshalle gekocht und gebacken wird.

Auch wenn die genaue Position der Manufaktur noch nicht feststeht, wird die Produktion der Ziegelsteine bereits vorbereitet. Es werden Zement, Kies, Sand, Wasser und jede Menge Muskelkraft benötigt, denn statt eines Betonmischers, werden die Materialien von Hand vermischt. Die Formen werden gefüllt und zum Trockenplatz gebracht. Dort wird die Form umgedreht und der Rohziegel aus der Form geklopft.

18. August 2019

Damit jedes einzelne Mitglied der Kooperative gut vorbereitet ist, werden die zukünftigen Mitarbeiterinnen geschult. Dazu gibt es einen Lehr- und Ausbildungsplan, der speziell auf die Anforderungen im Gründungsjahr zugeschnitten ist.

03. September 2019

Die Regenzeit rückt näher und es bleibt nicht mehr viel Zeit, um den Brunnen zu bohren, denn wenn der Boden erstmal aufgeweicht ist, können die schweren Maschinen nicht mehr zu den Bohrstellen fahren. Deshalb haben die Dorfbewohner schon mal angefangen, die Stellen, an denen gebohrt werden soll, zu säubern und befahrbar zu machen.

Auch die Planung der Produktionsstätte geht weiter. Damit es in den Räumen nicht zu heiß wird, muss ein einfaches, aber funktionierendes Lüftungssystem geschaffen werden. Da es keinen Strom gibt und eine Solaranlage das Budget übersteigen würde, gilt es eine Lösung zu finden, die ohne Strom funktioniert. Indem man die mit Löchern ausgesparten Ziegelsteine in einer bestimmten Anordnung verbaut, entsteht innerhalb der Gebäude ein leichter, aber permanenter Luftstrom, der dann wieder die warme Luft nach oben zieht, wo sie über Dachluken entweichen kann.

Die Grundmauern stehen. Sie wurden exakt ausgerichtet und gerade gemauert, damit das Gebäude stabil steht und das restliche Mauerwerk darauf aufgebaut werden kann.

16. September 2019

Das Wasser fließt! Es musste besonders tief gebohrt werden, aber die Dorfbewohner können sich über fließendes Wasser freuen. In vielen Familien sind die Kinder dafür verantwortlich, Wasser zu holen und dank des Brunnens müssen sie jetzt nicht mehr den langen Weg zum See laufen.

10. Oktober 2019

Bis auf den immer wieder fehlenden Zement, konnten alle notwendigen Teile, die zur Fertigstellung der Tiefbrunnenanlage benötigt werden, eingekauft werden. Insbesondere der große, 2.000 Liter fassende Polytank, ist bereits in Kotokopé eingetroffen und wartet nun auf die Fertigstellung der Plattform. 

Für die Anlage sind drei Wasserzapfstellen vorgesehen. Eine Wasserleitung führt direkt in die Produktion, die zwei weiteren Wasserzapfstellen sind außen in unterschiedlichen Höhen am Wasserturm angebracht.

Laut den ersten Messungen, liefert der Tiefbrunnen bis zu 3.000 Liter Wasser pro Stunde. Diese Werte können, je nach allgemeiner Niederschlagsmenge, variieren. Der Wert ist aber für die Region um Kotokopé ein sehr guter Wert.

06. November 2019

Der Brunnen hat bereits die technische Prüfung bestanden und wurde nun auch von den traditionellen Woodoo-Priestern gesegnet. Da traditionell alles mit allem zusammenhängt, hat auch jeder ein klein wenig zum Gelingen beigetragen. Niemand der Nachbarn lässt es sich nehmen, bei der offiziellen Einweihung dabei zu sein und die Anlage zu bestaunen, die es so in Kotokopé noch nie gegeben hat.

Hier geht es weiter: Update 2 

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