10 WEEKS CHALLENGE – Update 2

Von Juni bis August 2019 fand die 10 WEEKS CHALLENGE statt. Seitdem ist viel passiert. Die Planungen sind abgeschlossen und der Bau der Manufaktur hat begonnen. In unserem Artikel 10 WEEKS CHALLENGE – UPDATE 1 haben wir darüber berichtet, was bisher geschah. Heute gibt es ein weiteres Update.

WEITER GEHTS…

 
14. November 2019

Nachdem der Zement wieder lieferbar ist, will man unbedingt den kleinen Zeitverlust aufholen, um die Produktionshalle so schnell wie möglich fertig zu stellen. Damit die Frauen bei der Arbeit nicht zu sehr unter der Hitze leiden, wurden extra viele Lüftungssteine verbaut.

Damit das Gebäude besonders modern aussieht, haben die Maurer kleine Furchen in den Putz gezogen, um glauben zu machen, es wurden beim Bau kleine Ziegelsteine mit einer besonders glatten Oberfläche verbaut.

07. Dezember 2019

Holz gibt es in Togo viel zu wenig, da es in den letzten Jahrzehnten versäumt worden ist, eine stabile Holzwirtschaft aufzubauen. Deshalb darf der begehrte Rohstoff nur noch in bestimmten Betrieben vergeben werden. Damit möchte man verhindern, dass Holz wild eingeschlagen wird. Besonders dann, wenn das Holz eine bestimmte Dichte oder eine vorgegebene Länge haben muss, kann es schon mal länger dauern, bis man an den begehrten Rohstoff kommt. Dank frühzeitiger Planung, konnte die Holzlieferung aber noch vor Weihnachten in Empfang genommen werden.

12. Dezember 2019

Damit das Holz vor Termiten geschützt ist, wird es mit einem selbst gemachten „Anti Termiten-Mittel“ getränkt, das aus dem Neembaum hergestellt wird. Dabei wird ein Sud gekocht, mit dem die einzelnen Dachlatten überzogen werden. Der Dachstuhl wird komplett am Boden gefertigt und zusammengesetzt.

Für das Dach werden außerdem Bleche benötigt. Da die Bleche besonders stabil sein sollen und es in Togo nur sehr dünne Bleche zu kaufen gibt, kommen die Bleche für die Manufaktur aus Ghana. Der Transport ist aufwendiger, lohnt sich aber.

16. Dezember 2019

Der Dachstuhl ist aufgebaut und fest mit dem Mauerwerk verschraubt. Das Blech liegt auch in der richtigen Reihenfolge und ist mit speziellen Blechnägeln verbunden. Nun muss nur noch die Dichtheit geprüft werden. Das geht natürlich nur mit Wasser, aber bis es regnet, kann es noch eine Weile dauern, weil in Togo Trockenzeit herrscht. Als nächstes werden noch Regenrinnen angebracht, um zukünftiges Regenwasser zu sammeln. Der Brunnen sorgt zwar für eine stetige Wasserversorgung, aber da Wasser kostbar ist, darf nichts verschwendet werden. Das zusätzliche Wasser können die Frauen zum Beispiel für Spülarbeiten nutzen.

24. Januar 2020

Schon bevor die Frauen in der Manufaktur ihre Arbeit aufnehmen können, nutzen sie den Platz vor der Manufaktur und erledigen gemeinsam Tätigkeiten wie Palmöl aus Palmen des Dorfes zuzubereiten, das sie zum Kochen nutzen.

28. Januar 2020

Eines der großen Probleme beim Bauen in Togo sind Türen, Fenster und Fensterrahmen. Wenn diese nicht mit sehr gutem Imprägniermittel behandelt werden, müssen sie bereits nach etwa fünf Jahren ausgetauscht werden. In Togo gibt es nämlich Termiten, die sich mit Vorliebe am Holz zu schaffen machen. Darum sind für die Produktionsstätte Eisentüren vorgesehen. Diese zu beschaffen ist zwar teurer und die Anfertigung dauert länger, aber der Aufwand lohnt sich, weil die Türen dann ewig halten.

Der beste Türenmacher kommt aus Komakonda. Das kleine Dorf liegt auf einer Anhöhe, umgeben mit den letzten Resten eines Primärwaldes. Der Anstieg ist mühsam, weil die Straße so gut wie nicht instand gehalten wird. Es braucht schon mutige Taxifahrer, die den Weg auf sich nehmen und die Materialien aus der Höhe ins Tal transportieren. Der Transport hat aber gut geklappt und die Türen konnten eingebaut werden.

Update folgt…

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